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Gruppenfoto 2008

 
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Geschrieben von: Bernhard Monecke   
Samstag, den 28. Januar 2012 um 00:13 Uhr

 

Feuerwehrverein Ershausen nimmt sich zweier historischer Fahnen an

Ein sogenannter Dachbodenfund erweckte im Jahr 1999 das Interesse der Freiwilligen Feuerwehr Ershausen. Handelte es sich doch hierbei um die verloren geglaubte Fahne des einstigen Kriegervereins „Soldatenfreund“ zu Ershausen.

Fahne des Krieger- und des Turnervereins

Wie der Feuerwehrchronik von 1998 zu entnehmen ist, waren es Mitglieder dieses Kriegervereins, die am 1. Februar 1878 die Freiwillige Feuerwehr Ershausen gründeten. Obgleich der damalige Vorsitzende des Kriegervereins die Gründung zu verhindern suchte, wurde das Vorhaben von staatlicher Stelle her unterstützt. So äußert der Oberpräsident der Provinz Sachsen, Robert von Patow, in einem Schreiben vom Februar 1878 an die Königlichen Regierung zu Erfurt über die Vorgänge in Ershausen: „Welche Vorteile eine solche aus lauter gedienten, an Disziplin gewöhnten Leute bestehende freiwillige Feuerwehr für das Gemeinwohl bieten würde, liegt so sehr auf der Hand, daß ich mich weiterer Ausführungen in dieser Beziehung völlig enthalten zu sollen glaube“.

Der Kriegerverein selber bestand noch viele Jahre fort, letztmalig wurde der Verein 1935 genannt. Von älteren Einwohnern wurde berichtet, dass bei Beerdigungen von ehemaligen Soldaten die Fahne zum letzten Gruß am Grab mitgeführt wurde.

Im Jahr 2004 wurde die Fahne der Feuerwehr übergeben, überraschender Weise gesellte sich noch eine zweite historische Fahne hinzu, die des 1905 gegründeten Turnervereins „Germania“. Die Fahne selber stammt aus dem Jahr 1921. Der Finder hatte versehendlich die im Turnerkreuz angeordneten vier „F“ für Abkürzungen der Feuerwehr gehalten. Da beide Vereine nicht mehr existieren, jedoch prägend im öffentlichen Leben des Ortes waren, sieht der Feuerwehrverein es als Aufgabe an, das Gedenken an sie zu erhalten.

Da man um den Wert der „Neuzugänge“ wusste, bemühte sich der Vorstand u. a. um finanzielle Mittel, um die Fahnen zu konservieren bzw. zu restaurieren.

Leider blieben bisher alle Versuche um Unterstützung aus öffentlicher Hand erfolglos. Allein eine fachgerechte Konservierung der Fahnen wurde auf ca. 6.000 Euro pro Stück veranschlagt. Das bisher vom Feuerwehrverein und einigen Privatpersonen aufgebrachte Geld wurde 2011 in den Bau einer Vitrine verwendet, um die Fahnen vernünftig zu lagern und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Alte Glocke bei der KirchenmauerEin weiteres Exponat kann man auf der Wiese vor dem Vereinszimmer betrachten. Es handelt sich hierbei um die größte Glocke des alten Geläuts der hiesigen Pfarrkirche, welches im Jahre 2009 erneuert wurde. Der Feuerwehrverein hat sich dieser Glocke angenommen, um sie als beredendes historisches Zeugnis in Nähe der Kirche für die Nachwelt zu erhalten. Nachdem im ersten Weltkrieg zwei der vorhandenen drei Bronzeglocken für Rüstungszwecke beschlagnahmt, im Turm zerschlagen und zum Einschmelzen abtransportiert waren, erfolgte 1920 eine Ersatzbeschaffung von zwei Gussstahlglocken der Briloner Glockengießerei Heinrich Humpert. Eine Untersuchung im Jahre 2007 empfahl jedoch, das gesamt Geläut durch vollwertige Bronzeglocken zu ersetzen, da die vorhandenen Glocken Klangfehler durch Materialermüdung und teilweise Haarrisse aufwiesen. Der Feuerwehrverein unterstützte die Anschaffung der neuen Glocken mit einer Spende und erhielt dafür die 1.093 kg schwere, mit einem Durchmesser von 139 cm, alte Glocke von 1920.

Eine Besichtigung der Fahnen kann zu den Öffnungszeiten des Vereinsraum erfolgen oder nach vorheriger Absprache.

 
Polizeibericht Eichsfelder-Zeitung.de
  • Thüringen: Gnadenschuss für Wildschwein
    Nachdem eine Regionalbahn gestern drei Wildschweine angefahren hatte, mussten Bundespolizisten eines der Tiere erschießen. Der Zug befand sich gegen 22.00 Uhr auf der Fahrt von Hermsdorf nach Töppeln, als der Triebfahrzeugführer einen unnatürlichen Schlag wahrnahm. Er hielt an und fand drei Wildschweine, von denen zwei bereits durch den Aufprall getötet wurden. Ein drittes Tier lag schwer verletzt neben den Gleisen. Bundespolizisten mussten das Tier erschießen, um es von seinem Leiden zu erlösen. Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr waren gering. Reisende im Zug wurden nicht verletzt.
  • Schwer verletzt auf der A38
    Schwer verletzt wurde heute Morgen gegen 9 Uhr ein Autofahrer bei einem Unfall auf der A 38 in Fartrichtung Leipzig, zwischen den Anschlussstellen Heiligenstadt und Leinefelde. Der 41jährige Opelfahrer aus Eschwege scherte zum Überholen auf die linke Fahrspur aus. Dabei übersah ereinen vor ihm fahrenden 40jährigen Suzuki-Fahrer, der ebenfalls einen Sattelzug überholte. Beim Auffahren auf den Suzuki verlor der Opel-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, schleuderte über beide Fahrspuren und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Er prallte gegen die Böschung und überschlug sich mehrfach und landete schließlich auf dem Dach.
  • Aktueller Polizeibericht aus dem Eichsfeld
    In Wingerode wurde heute (17. Februar) eine 15jährige Schülerin verletzt, als sie beim Aussteigen aus dem Schulbus und Überqueren der Straße von einem vorbeifahrenden Pkw erfasst wurde. Das Mädchen wurde durch den Rettungswagen zur ärztlichen Behandlung in das Krankenhaus nach Heiligenstadt gebracht.
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